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Hast Du jemals über den Unterschied zwischen Branding und Marketing nachgedacht? Für viele Menschen bedeuten diese beiden Begriffe mehr oder wenige das Gleiche. Doch obwohl sie zweifellos miteinander verbunden sind, gibt es feine Unterschiede zwischen ihnen.

Als Unternehmer ist es wichtig, dass Du sowohl Branding als auch Marketing im Detail verstehst, damit Du beide Tools effektiv nutzen kannst. Im Folgenden beleuchten wir die Unterschiede zwischen Marketing und Markenbildung (Branding) genauer.

 

Was ist Marketing?

Wenn man von Marketing spricht, bezieht sich das auf die kommunikativen Maßnahmen, um die Botschaft Ihrer Marke zu vermitteln. Dein Marketing wird sich ständig verändern und weiterentwickeln. So wie sich auch die Produkte und Dienstleistungen, die Du anbietest, verändern und weiterentwickeln werden. Das Marketing ist direkt und sehr spezifisch auf die Bereiche deiner Zielgruppe ausgerichtet. Damit soll es aber auch gleichzeitig die Kernwerte deiner Marke unterstützen.

Marketing ist vielfältig und breit gefächert. Es kann herzlich, lustig oder beängstigend sein. Es kann eine beliebige Mischung aus Text, Keywords, Fotos, (Info-)Grafiken, Diagrammen und Videos sein. Marketing wird durch eine Vielzahl von Online- und Offline-Methoden betrieben – einige der gängigsten sind:

  • SEO
  • Social Media Marketing
  • Content Marketing
  • Pay-Per-Click-Marketing
  • E-Mail Marketing
  • Print-Kampagnen
  • Radio
  • Fernsehen

Darüber hinaus gibt es noch viele andere Methoden des Marketings, die Du Online und Offline für deine Marketingkampagne nutzen kannst. Marketingmethoden kommen und gehen. Und die Methoden, die Du verwendest, können sich von Jahr zu Jahr drastisch ändern. Doch deine Marke wird immer konstant bleiben.

 

Was ist Branding?

Kurz: Branding ist das, was Du im Kern bist. Und Marketing ist die Art und Weise, wie Du das kommunizierst und deine Bekanntheit steigerst. Branding ist deine Strategie, während Marketing deine taktischen Ziele umfasst. Um zu definieren, “wer” deine Marke ist, musst Du Dir mehrere Fragen stellen. Fragen, die über Branchenverallgemeinerungen und angebotene Produkte hinausgehen. Außerdem auch Fragen, die bestimmen, wer Du als Unternehmen bist. Und – was noch wichtiger ist – wer Du als Marke bist. Die folgenden Fragen eignen sich bestens für den Anfang:

  • Was sind deine Grundprinzipien und Werte?
  • Was ist dein Leitbild?
  • Warum willst Du deine Produkte oder Dienstleistungen anbieten?
  • Was hat Dich dazu inspiriert, dein Unternehmen zu gründen?
  • Was ist deine interne Unternehmenskultur?
  • Wie möchtest Du, dass deine Kunden Dich als Unternehmen beschreiben?
  • Was macht Dich einzigartig?
  • Was sind deine Kommunikationsmerkmale?
  • Wie sollen sich die Menschen fühlen, wenn sie an dein Unternehmen denken?
  • Was soll einem in den Sinn kommen, wenn man den Namen deines Unternehmens hört?

Die Beantwortung dieser Fragen wird Dir helfen, den Unterschied zwischen Markenbildung und Marketing zu verstehen. Investiere deine Zeit in ausführliche Antworten und tauschen Dich mit deinen Kollegen und Partnern aus. Du wirst feststellen, dass sich alle Fragen auf deine internen Abläufe und deine interne Kultur beziehen. Was Du also im Inneren aufbaust, wird auch nach außen strahlen.

Dein Branding wird das prägen, was deine Kunden von Dir erwarten können. Das, was sie erleben werden, wenn sie deine Produkte oder Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Mit einer klaren Definition deiner Identität unterstützt dein Branding all deine Marketing-Aktivitäten. Um vorauszugehen und sie zu untermauern – beständig und zukunftsweisend.

 

Was kommt zuerst – Marketing oder Branding?

Das Branding (Markenbildung)  ist der Kern deiner Marketingstrategie. Somit steht die Markenbildung an erster Stelle. Selbst als Startup-Unternehmen ist es wichtig, die Identität deiner Marke klar zu definieren. Und das bevor Du mit der Entwicklung deiner spezifischen Marketingmethoden, -werkzeuge, -strategien und -taktiken beginnst.

Deine Marke sorgt dafür, dass deine Kunden immer wieder kommen. Sie ist das Fundament, auf dem Du die Loyalität deiner Kunden aufbauen kannst. Denk mal an Restaurants und Einzelhändler in deiner Umgebung: Es ist die Marke, die dafür sorgt, dass die Kunden von Generation zu Generation wiederkommen. Denke zum Beispiel daran, wo Du Dir die Haare schneiden lässt. Unabhängig davon, ob die dieser Friseur ein lokaler Salon ist oder zu einer größeren Kette gehört – sie haben sich dein Vertrauen und deine Loyalität erarbeitet und Du bist höchstwahrscheinlich schon seit vielen Jahren Kunde bei diesem Unternehmen. Auch wenn Du den gleichen Haarschnitt in jedem anderen Friseursalon bekommen kannst, ist es die Marke, die Dich immer wieder zu ihr zurückkehren lässt.

Auch wenn sich die Marketing-Methoden weiterentwickeln und auf aktuelle Trends reagieren, bleibt das Branding gleich. Selbst wenn Du Anpassungen an deiner Marke vornimmst, sind diese in der Regel eine Reaktion auf dein Wachstum oder die Erweiterung deines Angebots. Aber selten eine Überarbeitung deiner Grundprinzipien, deiner Mission oder deiner Werte.

Dein Branding umfasst Attribute wie ein hohes Versprechen für Qualität, Service oder Komfort. Oder ein beständiges Engagement für ein bestimmtes Bedürfnis deiner Zielgruppe, das erfüllt werden muss.

Denke auch daran, dass Du und dein Team täglich mit jedem Berührungspunkt, jedem Anruf und jeder beantworteten E-Mail für die Markenbildung sorgen müssen. Denke daran, dass Branding bedeutet, wer Du bist. Und Marketing bedeutet, wie Du die Aufmerksamkeit der Verbraucher auf Dich ziehst. Branding die Art und Weise ist, wie Du bestehende Kunden hältst, und Marketing, wie Du neue Kunden gewinnst.

 

Wo sich Branding und Marketing überschneiden

Obwohl Branding und Marketing sich voneinander unterscheiden, gibt es einen Bereich, in dem sie sich überschneiden. Und zwar bei der Auswahl der visuellen Welt, das fortlaufend verwendet werden soll. „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“. Das ist wichtig, wenn Du die Farben, Formen, Grafiken und das Logo deines Unternehmens auswählst. Beachte dabei immer, dass sie in erster Linie deine Marke repräsentieren müssen, aber auch eine wesentliche Rolle in deiner laufenden Marketingkampagne spielen werden.

 

Warum ist dieser Unterschied wichtig?

Ich hoffe, dass Dir der Unterschied zwischen Marketing und Branding nun klar ist. Du solltest aber wissen, wie wichtig es ist, diese beiden Begriffe zu verstehen. Denn hier geht es vor allem um Conversions. Das heißt, wie viele “Betrachter” auch zu Käufern werden. Du kannst deine Marketingstrategien zwar mit nichts anderem als Keyword-Trends und den effektivsten Marketing-Methoden deiner Branche erstellen. Aber deine Conversion Rates werden geringer sein, wenn deine Kunden nicht mit Dir als Marke verbunden sind.

 

Dein Branding ist das, was eine zeitlose Verbindung schafft. Auch wenn deine aktuellen Marketingmaßnahmen darauf abzielen, die Kunden zu binden. Es ist das kontinuierliche Branding, das dafür sorgt, dass deine Kunden wiederkommen. Der Wettbewerb ist groß und es gibt einige Unternehmen, die vergleichbare Produkte und Dienstleistungen anbieten. Es ist dein Branding, das dafür sorgt, dass deine Kunden immer wieder kommen. Es ist dein Branding, das Loyalität und Vertrauen schafft. Und es ist dein Branding, das Dich einzigartig macht.

 

Fazit: Wenn man von Branding und Marketing spricht, definiert Branding, wer Sie sind. Hingegen bedeutet Marketing, wie Du die Aufmerksamkeit der Verbraucher auf Dich ziehst.

 

Ohne Branding kannst Du Erfolg haben, aber mit Branding wird dein Erfolg weitaus größer sein. Alle starken Maßnahmen (Marketing) haben einen soliden Ausgangspunkt (Branding). Wenn Du den Unterschied zwischen Marketing und Branding verstehst, kannst Du dein Markenfundament und deine Erweiterungen durch Marketing richtig stark aufbauen.

Wenn Du mehr über Marketing erfahren möchtest, das auf deine Marke abgestimmt ist, lese hier den Artikel über das sogenannte Brand Marketing.

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